Museumpädagogik

Hier entsteht eine Darstellung der museumspädagogischen Aspekte des DPM – sowohl der umgesetzten wie auch der geplanten Maßnahmen.

Teilbereich A: Beschilderung

Schilder sind und bleiben in vielen Museen die wichtigsten Geräte zur Wissensvermittlung. Auch in Zeiten multimedialer Unterstützung und alternativer Vermittlungsmethoden ist und bleibt die klassische Texttafel immer noch Hauptträger der Information im DPM. Allerdings wird das Museum nicht einfach  mit Texten vollgestellt. Die Beschilderung folgt einem Mehr-Ebenen-System, das die Besucherinnen und Besucher unaufdringlich durch das Musuem leitet und dauernd Orientierung bietet. Die Schilder selbst folgen in ihrer Gestaltung und in der Formulierung der Texte den anerkannten museumspädagogischen Leitlinien – sie sind also bewusst sehr kurz, extrem einfach formuliert, klar strukturiert und so weiter. Damit wird das klassische Mittel der Texttafel zum modernen und adäquaten Instrument der Wissensvermittlung.

I. Saalbeschilderung

Die Hallen sind in thematische Säle gegliedert – in der ersten Hälfte des Museums nach chronologischer Ordnung (1916-1945), in der zweiten Hälfte des Museums (1945 bis heute) nach Truppengattungen. Für die erste Hälfte des Museums ist dabei eine Beschilderung bereits umgesetzt: Kurze Texte zu Beginn eines Saales erklären stets, in welchem Zeitfenster (Erster Weltkrieg, Zwischenkriegszeit, 1939-1941, 1941-1943, 1943-1945) man sich gerade befindet und was aus der Perspektive der Panzergeschichte die zentralen Aspekte dieser Zeitabschnitte sind.

Für die zweite Hälfte des Museums wird eine ähnliche Beschilderung für die Truppengattungen geprüft. Momentan finden sich dort Saalbeschilderungen “nur” in der Form vorhanden, dass an Trennwänden der Name der jeweils gezeigten Truppengattung zu sehen ist. Das hilft zwar bei der Orientierung, ist für Laien aber nicht ausreichend.

II. Bereichsbeschilderung

Es ist in Planung, für einzelne, zusammenhängende Bereiche in den Sälen Texte zu erstellen, die über das verbindende Element der Exponate aufklären. So wäre bspw. im Bereich der Jagdpanzer zu erklären, warum diese Fahrzeuge keinen Turm hatten. Für dieses Projekt gibt es noch keinen Zeitplan.

III.a. Exponatsbeschilderung Großgerät

Das sogenannte Großgerät (Fahrzeuge und Geschütze) bildet den zentralen Sammlungsteil im Deutschen Panzermuseum. Für diese Exponate ist daher eine inhaltlich besonders ergiebige, zweisprachige Beschilderung vorgesehen. Diese wird seit dem 09.03.2010 eingeführt; allerdings wird dieser Prozess mehrere Monate umfassen.

Ein typisches Exponatsschild im neuen DIN-A3-Format sieht momentan so aus:

Die neue Beschilderung (bitte klicken!)
Exponatsschild  (bitte klicken!)

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Die Schilder sind im Verhältnis ca. 50% : 25% : 25% aufgeteilt.  Links nimmt die Kategorie “Historische Kontexte” ca. 50% der Fläche ein, rechts die Kategorien “Historisches Photo” und “Technische Daten” jeweils 25%. Dazu kommt noch der Name des Modells und (natürlich fest oben rechts gesetzt) das Logo des DPM.

Struktur der Schilder
Struktur der Schilder

Die Kategorie “Historische Kontexte” ist das wichtigste Feld eines jeden Schildes. Hier soll in wenigen Worten vermittelt werden, was die historische Signifikanz des Fahrezuges ist, vor dem der Besucher gerade steht. Weil dieses Ziel durch viele historiogrpahische Zugriffe erreicht werden kann, wurde hier der Plural “Kontexte” gewählt: Dieses Feld kann ein Fahrzeug als technisches Unikum einordnen, in sozialhistorische Zusammenhänge stellen, einen kulturhistorischen Blick auf das Exponat werfen, sogar militärische Alltagsgeschichte als Perspektive etablieren. Gelegentlich gehört auch die Biographie des Exponats in dieses Feld. Die Inhalte sind also äußerst heterogen; die Aufgabe des Feldes bleibt jedoch eindeutig: Die Besucherinnen und Besucher sollen anhand des kurzen Textes erfassen, was (in welcher Form auch immer) “das Besondere” an dem Gerät ist, das sie gerade betrachten. Nach der Lektüre des Feldes muss das Gefühl entstehen, etwas gelernt zu haben.

Das “Historische Photo” hat die Aufgabe, die klinisch-museale Darbietung des Exponats zu durchbrechen. Ein Panzer im Museum wirkt immer ruhig, kalt, sauber, aufgeräumt. Er macht leicht vergessen, wozu er gedacht ist, wozu er (gegebenenfalls) eingesetzt wurde. Diesem Effekt sollen die historischen Photos entgegenwirken. Zu diesem Zweck werden hier Fotos verwendet, die den Panzer a) möglichst deutlich in irgendeiner Aktion zeigen (Geländefahrt, Gefecht, Motorwechsel im Feld etc.) und/oder b) exponiert Menschen in, auf oder am Panzer zeigen und/oder c) den Panzer zerstört oder doch zumindest deutlich unbrauchbar/kaputt zeigen. Durch das Zeigen mindestens eines dieser Aspekte wird das Exponat in seinen historischen Kontext gebunden. Das Photo auf dem Beispielschild “Panther” beispielsweise erfüllt die Kategorien b) und c) – wobei dieses Foto durch den Kölner Dom noch ein besonderer Glücksfall ist: Durch die weltweit bekannte Touristenattraktion können Besucher aus aller Welt eine sehr starke und direkte Bindung “ins Bild hinein” aufbauen.

Die “Technischen Daten” sind eine Reproduktion der bisherigen Beschilderung  und geben ganz klassisch in der Art eines Technikmuseums die wichtigsten Eckdaten eines Exponats wieder.

Die Schilder sind im neuen Design gehalten und tragen so zur weiteren optischen Homogeniserung des Museums bei. Die Schrift ist dabei so groß wie irgend möglich gehalten. Die deutschen Textteile sind in Schwarz, die englischen Textteile im Haus-Orange gehalten. Letzteres wirkt in Ihrer Monitorausgabe vielleicht etwas schlecht lesbar; die ausgedruckten Schilder sind aber sehr kontrastreich und damit gut lesbar.

III.b. Exponatsbeschilderung Kleingerät

Die Beschilderung der vielen Hundert Kleinexponate kann nicht so einheitlich strukturiert sein, da es sich um teils vollkommen unterschiedliche Objekte handelt. Hier ist die Maßgabe der momentanen Überarbeitung, die Texte a) inhaltlich zu aktualisieren, b) optisch an das neue Design anzupassen und c) nach den Grundlagen der musealen Textvermittlung stilistisch zu überarbeiten.

Teilbereich B: Vertiefende Texte

Text folgt.

Teilbereich C: Multimedia

Text folgt.

TeilbereichD: Partizipation und Sensorik

Text folgt.

Teilbereich E: Spezielle Zielgruppen

Text folgt.