Die Dauerausstellung des Deutschen Panzermuseum Munster umfasst ca. 6.000 Exponate und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 10.000 Quadratmeter, wovon ca. 3/4 überdacht sind. Kerninhalt ist die möglichst facettenreiche Darstellung der deutschen gepanzerten Truppen im 20. Jahrhundert.
Die Exponate decken mit Masse den Zeitraum 1916 bis ca. 2003 ab; einzelne Stücke aus dem 19. Jahrhundert ergänzen die Ausstellung. Die Exponate umfassen Panzer aller Art (Kampfpanzer, Schützenpanzer, Flakpanzer, Sturmgeschütze, Spähpanzer, Panzerartillerie usw.), militärische Lastkraftwagen, Personenkraftwagen und Motorräder, Handfeuerwaffen aller Art (Gewehre, Sturmgewehre, Maschinengewehre, Blankwaffen, Panzerbüchsen, Pistolen etc.), Uniformen, Orden und Ehrenzeichen, Funkgeräte und Zieloptiken, sowie Ausrüstung aller Art.
Museumspädagogisch inkorporiert die Ausstellung neben der Exponatsbeschilderung auch Führungen, Multimediaguides, Videostationen und Vertiefungsbereiche. Die Dauerausstellung kann somit individuell oder geleitet erkundet werden.
Die Sammlung teilt sich in zwei Hälften auf. Halle 1 umfasst die Geschichte bis in die 1950er Jahre, wobei naturgemäß das Kaiserreich und die Weimarer Republik einen deutliche kleineren Anteil der Halle einnehmen. Wichtigstes Exponat ist hier sicher der weltweit einzige Nachbau des ersten deutschen Panzers, des Sturmpanzerwagens A7V, der in ein Grabenkrieg-Diaorama eingebettet wurde. Eine Videostation zeigt Stummfilmmaterial von erbeuteten britischen Panzern aus dem Jahre 1917.

Halle 1: Sturmpanzerwagen A7V im Diorama
Den größeren Teil der Halle nehmen die Fahrzeuge der Wehrmacht ein. In dieser Sammlung finden sich einige besonders interessante Exponate wie der Sturmtiger oder der Königstiger. In diesem Bereich sind Vertiefungsbereiche zur historisch wichtigen und regional verorteten “Versuchsübung 35″ (1935) und zur “Operation Zitadelle” (1943) eingebaut. Es findet sich außerdem eine Videostation mit Wochenschaumaterial zum Panzerkampwagen VI “Tiger”.
Am Ende der Halle 1 beginnt die parallele Geschichte der jungen Bundeswehr und der NVA. In diesem Bereich findet sich ein Vertiefungsbereich zum 17. Juni 1953 sowie eine Videostation zum Ausbildungsalltag in der Bundeswehr der frühen 1960er Jahre.
Die Hallen 2-5 führen dieses Konzept der parallelen Betrachtung dann konsequent fort. (Die Hallen 3-5 sind deutlich kleiner gehalten. Das Museum handelt zu ca. 1/3 die Zeit bis 1945, zu 2/3 die Zeit nach 1945 ab.) Hier sind die Fahrzeuge weniger nach chronologischen Gesichtspunkten geordnet, wie im Bereich der Halle 1, sondern nach Truppengattungen. Innerhalb dieser wird die Chronologie jedoch beachtet, so dass ein vergleichender Längsschnitt möglich ist. In diesen Bereichen finden sich Videostationen zu den Schützenpanzern der NVA und zum Minenräumpanzer Keiler.
Auf einem Freigelände zwischen den Hallen 2 und 3-5 sind unter anderem eine Nissenhütte, ein Feldhaus und ein Brückenlegepanzer samt Brücke zu sehen. Außerdem kann hier ein Kampfpanzer M48 erklettert und betreten werden.
Das Ende des Rundganges bildet dann in Halle 5 ein Vertiefungsbereich zu den neuen Aufgaben der Bundeswehr. In diesem Bereich sind auch einige Fahrzeuge ausgestellt, die zwar nicht zur deutschen Panzergeschichte gehören, aber doch einige Relevanz für die internationale Panzerentwicklung hatten. Dies sind zum Beispiel ein israelischer Merkava, ein österreichischer Kürassier und ein schwedischer Stridsvagn.
Von Halle 1 aus zu erreichen ist der Saal der Sammlungen. Dieser Bereich umfasst Sammlungen von Handwaffen, Uniformen, Orden und Ehrenzeichen. Dieser Bereich wird im nächsten Jahr komplett umgestaltet.
Der Rundgang schließt mit einer Kombination aus Cafeteria und Museumsshop. Hier können Sie Snacks, Andenken, Literatur, Modelle und vieles mehr erwerben.



